Sonntag, 29. Juni 2008

Manali

Es ist nun einige Zeit seit meinem letzten Eintrag vergangen. Mit der Zeit kehrt in meiner neuen Heimat ein wenig Alltag ein, so dass man nicht immer die Zeit findet etwas zu schreiben. Letztes Wochenende habe ich es dann endlich mal geschafft aus Delhi rauszukommen und will euch ein paar Eindrücke schildern.

Jean hatte von seinen Professor ein paar Tage frei bekommen und da der Professor einen Freund mit Hotel in Manali hat, war das Ziel auch gleich vorbestimmt. Da es für mich so eine Möglichkeit gab, den ersten Ausflug aus Delhi nicht alleine zu machen, habe ich mich Jean ein paar Tage angeschlossen. Manali liegt ca. 580 km entfernt von Delhi, im Nord-Osten, im Himalaya.

Am Freitag um 16:00 Uhr sollte es eigentlich losgehen. Ich hatte einen Sleeper-Bus gebucht. Das sind Busse, ähnlich den Schlafwagen im Zug, in denen kleine Betten eingebaut sind. Leider ist der Bus aber ausgefallen und ich musste einen normalen Bus, dafür mit Klimaanlage nehmen. Nach einiger Diskussion mit einigen Leuten konnte ich den Bus für einen geringen Aufpreis nutzen, erst wollte man mir den "normalen" Preis abknüpfen. So startete die Fahrt dann um ca. 18:30. Leider fühlte ich mich ein wenig krank, Fieber und ein wenig Kopfschmerzen. Dazu kamen gefühlte Minusgrade im Bus und die Bechallung mit einen Bollywood-Film auf Hindi. Die Fahrt war somit kein großes Vergnügen. Die Straßen waren schlecht, meist Kurvenreich und der Busfahrer strahlte durch seine Fahrweise keine große Gelassenheit aus - Hupen, Lichthupe, Überholen in den engsten Passagen ... - aber man ist ja schon einiges aus dem Verkehr aus Delhi gewöhnt. So erreichten wir unser Ziel Manali gegen 9:00 Uhr am morgen leider ohne viel Schlaf.

Est mal begab ich mich zu meinen Guesthouse, siehe unten. Die Herbergseltern waren sehr aufgeschlossen und die Lage war hervoragend, abgelegen von dem Ort zwischen einigen Äpfelbäumen.



An ersten Tag war aufgrund von mageldem Schlaf nicht viel mehr möglich als eine kleine Erkundungstour.

Am nächsten Tag haben wir dann ein den ein oder anderen Tempel besichtigt und eine kleine Wanderung auf eigene Faust gemacht. Eigentlich wollten wir einfach auf einen der umliegenden Berge hoch - am Anfang war dies auch ganz einfach - ein netter Pfad der immer weiter hinauf führte, doch schließlich endete der Pfad und uns blieb nichts anderes übrig als umzukehren. Ein paar Bilder von der Wanderung sehr ihr unten.





Am nächsten Tag stand eine Jeeptour zum Rohtang-Pass auf dem Programm. Mein Herbergsvater hatte mir dies empfohlen. Um sieben Uhr morgens - ok, es waren dann doch wieder 7:30 Uhr - holte der Jeep mich ab. Wie auf den Bildern unten zu sehen, wurde auch in diesem Fall die Sicherheit Groß geschrieben, lediglich das Profil der Hinterreifen machte uns etwas Angst :-)





50 km entfernt sollte der Pass sein, wir hatten uns also auf eine Fahrt von 2-3 Stunden eingestellt. Nach ein paar Kilometern wurde und aber schnell klar, dass dem nicht so sein sollte. Der Rohtang-Pass ist ein Touristen-Magnet: Alle Inder wollen dort hinauf um in ihren Leben einmal Schnee zu erleben. Das bedeutete für uns, dass wir uns auf eine erlebnisreiche, dafür aber langandauernde Fahrt einstellen durften. Nach einigen Kilometern ging erst einmal gar nicht mehr. Autos, Buse, Jeeps, Taxis in einer Schlange soweit das Auge reicht, aber erst einmal hatte eine Mitlitärkolonne Vorfahrt, die in die andere Richtung wollte. So durften wir erst mal warten.



Am Wegesrand befanden sich aneinadergereit kleine Shops in denen man Schneeausrüstung ausleihen konnte - Schneeanzüge, Handschuhe, Stiefel, Ski, Pelzmäntel... - sehr nett anzusehen, wie sich alle Inder mit entsprechender Kleidung ausrüsteten. Nach und nach ging es dann schleppend weiter. Ab und zu stoppte es wieder, so dass wir uns entschlossen ein wenig zu Fuss zu gehen und uns später wieder vom Jeep einsammeln zu lassen. Weiter oben wurde dann auch offensichtlich warum es so schleppend voran ging: Die Straßeverhältnisse waren misserabel und zahlreiche LKWs brauchte mehrere Anläufe um eine scharfe Kurve zu überwinden.



Mehrere Leute halfen immer mal wieder die LKWs anzuschieben und an einer Stelle kam auch ein Bagger zum Einsatz (siehe unten), der die LKWs mit seiner Schaufel angeschoben hat.



So gegen 15:30 erreichten wir dann den Rotang-Pass. Schnee war auch hier Mangelware, so war es sehr amüsant zu sehen, wie die Inder sich an diesen Schneeresten erfreuen konnten. Diverse Aktivitäten wie Schlitten oder Ski fahren oder eine Schneewanderung auf einem Esel wurden angeboten.



Ansonsten bot der Rohtang-Pass abseits von diesem Touristentrubel einen Einblick in die Berge. Unglaubliche Weiten, Menschenleer, unberührte Natur soweit das Auge reicht. Ich hoffe, dass ich während meiner Aufenthalts hier die Zeit finden werden einmal eine mehrtägige Tour durch dieses Gebirge zu machen. Ich glaube erst dann wird man eine wirkliche Vorstellung von dem bekommen, wie gegantisch dieses Stückchen Erde ist.





Die Rückfahrt ging - nach eineinhalb Stunden Aufenthalt am Rohtangpass dann wesentlich schneller: Gegen 20:00 Uhr sind wir wieder in Manali eingetroffen. Den Abend haben wir dann in einem netten Restaurant in Old Manali mit ein paar Indern aus Bombay ausklingen lassen.

Am Diestag sollte mein Bus um 16:00 Uhr zurück nach Delhi gehen, sodass wir nur noch eine kleine Erkundungstour nach Vashisht unternahmen: Ein kleiner Ort mit einigen Tempeln 3 km von Manali entfernt. Nach dem Abschiedsbier mit Jean, war es dann zeitlich schon etwas knapp. Da ich jedoch von der Hinfahrt gewöhnt war, dass der Bus sicherlich etwas brauchen würde um abzufahren, war ich nicht in Eile. Um 16:07 Uhr bekam ich jedoch dann schon einen Anruf von dem Busunternehmen, dass sie losfahren würden. Zum Glück war ich fast da und konnte schnell meine Sachen verstauen und es ging los. Alle Anderen saßen schon im Bus :-). Die ersten zwei Stunden gingen gut vorbei - ich hatte diesmal einen Sleeperbus bekommen und war froh, dass ich mich ausstrecken konnte.

Um 17:40 endete dann die Fahrt. Erst dachten alle ein ganz normaler Stopp, aber nachdem wir dann über eine Stunde gewartet hatten, erfuhren wir nach und nach, dass wir von der Polizei gestoppt wurden. Bezüglich des Grundes kusierten die unterschiedlichsten Gerüchte - fehlende Dokumente, nicht bezahlte Steuern, ein generelles Verbot von Sleeper-Bussen. Im Endenffeckt war uns der Grund egal, wir wollten nur noch weiter fahren. Nach und nach verloren sogar die Inder die Gelassenheit und beschlossen die Straße zu blockieren um so die Weiterfahrt zu erreichen. Leider mit wenig Erfolg, da die Autofahrer auch wenig Geduld hatten und das ein oder andere Mal beinahe Leute angefahren hätten. Somit war mit mehreren versuchten Blockaden auch nichts zu erreichen. So blieb einem mal wiedernichts anderes übrig als zu warten. Nach und nach drangen dann Infos durch, dass wohl ein alternativer Bus bereit gestellt werden würde - aber das dauerte. In der Zwischenzeit bekamen wir immerhin unser Geld wieder - aber das war auch wieder ein ziemliches Prozedere mit vielen Listen in die man sich eintragen lassen musste und ein ziemliches Gedrängel - aber so gegen halb ein hatte ich mein Geld wieder. So gegen 3 Uhr war dann auch der Bus da - ein ganz normaler State-Bus, ohne jeglichen Komfort, der auch noch in nahezu jedem Dorf halten sollte. Aber mittlerweile hatte ich ein wenig Gelassenheit wiedergefunden und ein paar Leute kennengelernt, so dass meine Laune nicht die schlechteste war. So ging es also Richtung Delhi - nicht besonders schnell aber das war nach 8 Stunden warten erst einmal egal. Der Rest der Fahrt verging recht gut, zwar auch wieder fast ohne Schlaf - dafür aber in etwas besserer körperlicher Verfassung als bei der Hinfahrt. Zu erwähnen ist vielleicht noch eine kleine Zwangspause aufgrund eines Platten. Wieder einmal herrlich anzusehen. Ganz entspannt wurde eine "Werkstatt" angesteuert - der Reifen abmoniert - der Schlauch hinausgenommen - aufgepumpt - Loch gesucht - und dann mit frisch angerührentem Kleber gepflickt. Das ganze unter den Augen zahlreicher Reisender, die natürlich gerne einmal zusehen, wie alles repariert wird. Nach einer guten halben Stunde ist alles wieder montiert und es kann weiter gehen. So erreicht der Bus gegen 19:00 den Busbahnhof in Nord-Delhi. Jetzt nur noch in die Metro - die ist hier wirklich gut und schnell - und dann wieder in den Bus - so dass ich schließlich gegen 20:00 wieder am IIT angekommen bin.

Freitag, 6. Juni 2008

Praveen's Abschied

Nach knapp zwei Wochen komme ich nun noch mal dazu etwas zu posten. Denke mal ihr wartet schon alle :-). Die Zeit vergeht zügig und man schafft es somit nicht so wirklich regelmäßig was zu schreiben.

In den zwei Wochen ist einiges passiert. Hab einige neue Leute kennengelernt und neue Plätze in der Stadt kennengelernt. Letzten Dienstag war ich auf einer Party mit Sascha, der arbeitet zur Zeit hier auf dem Campus. War ne recht große Party mit ca. 50 Leuten in der Bude von igendwelchen Leuten. Es waren fast nur Ausländer da, die momentan in Indien Praktikum machen oder arbeiten. War ziemlich nett, sehr unkomplzierte Atmosphäre und viele neue Leute, so dass es einfach war ein paar Leute kennenzulernen.

Letzten Donnerstag hatte Praveen die Präsentation seiner Masterarbeit. Danach waren Jean und ich mit ihm in einer Disco ein wenig feiern. War ne nette Sache, auch wenn die Location ziemlich schnieke war. Leute mit zuviel Geld, mit zu dicken Karren - das macht einen dann schon ein wenig nachdendenklich, wenn man sie wie andere Leute in diesem Land hausen und ums tägliche Überleben kämpfen.

Am Wochenende war ich mit einem Dokoranten aus meinem Hostel den Gurudwara Bangla Sahib Tempel besuchen. War sehr interessant. Er hat mir alles gezeigt und erklärt. So habe ich einen kleinen Einblick in seine Religion bekommen, wobei es sicherlich noch viel zu lernen und zu entdecken gibt. Nach der Besichtigung des eigentlichen Tempels gab es dann noch kostenlos Tee und Brot. Mehrere Hundert Menschen hatten sich in der "Küche" des Tempels versammelt, wo ein paar Menschen dann an alle Brot und Tee verteilt haben. Auf der Rückfahrt haben wir uns danach noch recht nett über Religion und deren Bedeutung und Missbrauch Heute unterhalten - zumindest insoweit das meine Englischkenntnisse zuließen. In solchen Fällen ist es immer schade um die sprachlichen Barrieren, da das Gespräch in einem Land in dem Riligiösität noch in vieler Hinsicht präsent ist, ein spannedes Thema ist.



Am Dienstag haben wir im Masala (ist mittlerweile unsere Stammkneipe geworden) Praveen verabschiedet Er musste das IIT nach Abschluss seines Masterstududium verlassen. So gab es noch mal einen grund das eine oder andere Bier zu trinken :-). Unten seht ihr Praveen zusammen mit mir und auf dem anderen Bild Jean und Silva - Doktorant und Betreuer von Praveen. War ein netter Abend - aber auch ein wenig schade, dass man nachdem man Praveen vor ca. einer Woche kennegelernt hatte, direkt wieder verabschieden musste.





Ansonsten bin ich nebenbei natürlich auch ein wenig mit meiner Studienarbeit befasst. Läuft aber leider aber alles noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Hoffe einfach mal, dass sich das die nächsten Wochen entwickelt. Nächstes Wochenende geht es dann erstmals raus aus Delhi. Jean und ich wollen nach Hardiwar und Rishikesh und uns dort mal ein wenig was anschauen. Hoffe mal, dass klappt alles. Dort sind schon die Anfänge des Himalaya und soll landschaftlich sehr schön sein. Und hoffentlich nicht ganz so heiß und schwül wie Delhi ;-)

Bezüglich der Kontaktaufnahme via Skype sei nur soviel gesagt: Ich habe in meinem Zimmer jetzt Internet, aber dass ist etwas langsam, so dass telefonieren kein Vergnügen ist (Oder Martin?). Werde aber demnächst mal abends ins Labor können und dort das Internet nutzen können. Werde vorher mal bescheid geben, dann kann man vielleicht mal das eine oder andere Gespräch arangieren.

Sonntag, 25. Mai 2008

Connaught Place





Oben seht ihr eine Karte des gesamten Campusgebietes und darunter sind die Hostels - so heißen hier die Studentenwohneheime - dargestellt. Ich wohne zurzeit im Haus mit der Nummer 1 und werde zum Start des Semesters in Haus 6 umziehen.

Vielleiht noch kurz zum letzten Post. Das voran gestellte Zitat stammt aus einen Buch, dass mir mein Zimmernachbar geliehen hat. Über Swami Vivekanand war in unserem Hostel eine Veranstaltung. Da ich ihn nicht kannte, hat er mir das Buch gegeben.

Ansonten ist der Rest der Woche schnell vergangen. Freitag musste ich noch mein Visa registrieren. Dies ist ab einem Aufenthalt über einem halben Jahr vorgeschrieben. So habe ich mich freitags morgens mit Anais, die Franzosin, die ich auf dem Campus kennengelernt habe, auf den Weg zum F.R.R.O gemacht. Sie musste ihr Visum verlängern und kannte das F.R.R.O schon und hat mir so ein wenig geholfen, mich zurecht zu finden. Wir waren so gegen halb neun da - das Büro machte aber erst um halb zehn auf. Dennoch waren dort schon mindestes 60 Leute, die sich in zwei Schlangen aufgestellt hatten. Als dann mit ein wenig Verspätung die Bearbeitung losging, ging es erstmal in einem ersten Schritt sich zu registrieren. Danach durfte man sich wieder anstellen, allerdings jetzt schon innerhalb des Gebäudes - hier bekam man eine Nummer. Mit dieser Nummer, durfte man sich dann wieder anstellen, damit man den nötigen Stempel in den Pass bekam und sein ausgefülltes Antragsformular unterschrieben wurde. Mit dem unterschriebenen Antragsformular durfte man, dann nochmal zu einer weiteren Stelle wo alles kontrolliert wurde. Und damit war das prozedere auch schon beendet :-) ganz einfach. Ich hatte Glück ich war mit meiner Nummer 13 so gegen 13:30 wieder raus. Problem war nur für Leute die Nummern wie 43 oder ähnliches hatten, die dürften wohl am nächsten Tag nochmal eine neue Nummer bekommen haben.

Abends bin ich dann verdientermaßen zu meinem ersten Bier in Indien gekommen. Mit Jean, ein weitere Franzose, der im Hostel weilt, wo alle ausländischen Studenten normalerweise wohnen. Er meinte jedoch, dass momentan keine anderen ausländischen Studenten da wären. Das Bier gab es ausserhalb des Campuses, da dieser offiziel alkoholfrei ist.

Samstag bin ich mit Jean dann noch auf einen Basar für allenmöglichen technsichen Kram, da er sich eine neue Digialkamera zulegen musste. Abends war ich dann noch ein wenig Fussball spielen mit ein paar Leuten hier auf dem Campus.

Heute stand dann eine erste Erkundung der eigentlichen Stadt an. Mit dem Bus fährt man ca. 30 bis 40 Minuten an den Connaught Place (CP). Dies ist das Finanz- und Shoppingcenter. Da die meisten Läden dort sonntags geschlossen haben, dachte ich ist vielleicht ein guter Tag um einen ersten Schritt in die Menschenmassen zu wagen. Die Busfahrt war ganz angenehm, zwar etwas war, aber nicht allzu überfüllt. Man bekam schon eingie Regierungsgebäude und große Parkanlagen zu Gesicht, die man sich beizeiten mal anschauen sollte.

Unten seht ihr nun drei Aufnahmen, die die Umgebung des Connaught Place zeigen:







Das letzte Bild, zeigt den Central-Park, der in der mitte des Connaught Place angelegt ist.

Rund um den Platz waren trotz der geschlossenen Shoppingcenter noch einige Basare geöffnet. Irgendjemand muss mir Dollarzeichen aufs gGesicht gemalt haben, denn irgendwie wollte jeder mir die beste Ware verkaufen :-). Manche machten es ganz offentlichtlich, kamen direkt mit ihrer Ware auf mich zu, andere fingen erst mal ein nettes Gespräch an - wo ich denn herkäme undsoweiterundsofort - bevor sie mich dann auf ihre gute Ware aufmerksam machten :-)



In der nähe des Platzes bin ich dann auf eine Strasse gestoßen in der allerlei politische Camps errichtet wurden. Eins. wie unten zu sehen natürlich auch für Tibet.



Ganz in der nähe kam dann eine kleine "Demonstration" vorbei. Worum es genau ging, weiß ich leider noch nicht, da mir es keiner in verständlichem Englisch erklären konnte. Soweit ich es verstanden habe, war der Umzug zuehren eines Gurus. Vorneweg fuhren erstmal einige Autos mit orangenen Fahnen, und jener Wasserwagen, der die Straße reinigte.



Dann kam eine große Menschenmasse. Danach eine kleinere Guppe, die - wie unten zu sehen -die Straße reinigt.



Danach kam ein Bus in dem der Guru saß. Die Menschen drumherum wedelten ihm zu. Danach kamen noch einige Autos, die kostelos essen und trinken verteilten. Ein wenig so, wie bei uns an Karneval. Die Wachtmänner um mich rum, waren wie verrückt hinter den Sachen her, strützten sich mit ins Gedränge und versorgten auch mich mit einigen Köstlichkeiten.



Morgen geht es erst mal weiter mit Uni-Kram. Bin mal gespannt, was mein Professor mit mir vorhat.

Mittwoch, 21. Mai 2008


Mein Zimmer im JWALAMUKHI HOSTEL


Das Hostel von außen



Die Hauptstraße des Campus



Das Hauptgebäude der Uni



Der Sportplatz auf dem Campus


Soviel fürs erste :-). Leider nur ein kleiner Einblick, aber die Internetverbindungen sind hier nicht so flott unterwegs, so dass ihr euch erst mal mit ein paar Fostos begnügen müsst.

Dienstag, 20. Mai 2008

Erste Woche - ein kurzer Rueckblick

"If there is any land on the earth that can lay claim to be the blessed Punya-Bhumi, to be the land on which souls on this earth must com to account for Karma, the land to which every soul thayt is wending its way Godward must come to attain its last home, the land where humaity has attained its highest towards gentleness, towards generosity, towards purity, towards calmness, above sal, the land of introspection and of spirituality - It is India." (Swami Vivekananda)


Heute ist Feiertag in Indien, gedacht wird Gaudama Buddha. Allzuviel merkt man davon jedoch nicht im Land der Religionen. Einige Studenten auf den Feiertag angesprochen wurde erst mal gegoogelt und bei Wikipedia nachgesachaut - am ende konnte man mir dann auch sagen, was heute gefeiert wird. Die Studenten merken jedoch nicht viel davon, die die zur Zeit auf dem Campus sind, sind alle sehr beschaeftigt - very very bussy. Viele sind jedoch nicht hier, da momentan Ferien sind, so dass die Menschenmassen noch recht ueberschaubar sind. Zur Zeit sind die Interviews fuer die M.Tec- (Master) und PSD (Doktor) -Studenten fuer das neue Semester, so dass einige Studenten fuer ein paar Tage die Hostel fuellen. Die Aufnahmepruefungen fuer die IITs sind sehr hoch, so dass nur 2% der Bewerber werden angenommen. Zuerst muss man einen schriftlichen Eignungstest machen und dann werden einige zum Interview eingeladen.

Ansonsten geniesse ich noch die Zeit und bin noch nicht mit dem Studenten-Stress, der hier bei einigen vorherscht, betroffen. Die Organisation der Formalia, wie Telefon, Bankkonto, Auslands-Bafoeg und Internet in meinem Hostel (das leider immer noch nicht funktioniert) nimmt einige Zeit in Anspruch. Morgen werde ich mich aber wahrscheinlich endlich auch mit meinem Prof. ueber meine Studienarbeit unterhalten, die dann auch beginnen kann. Eben habe ich zwei Franzosen getroffen - uebrigens die ersten Auslaender, mit denen ich Kontakt hatte - eine von den beiden hat frueher auch eine Projektarbeit bei meinem Prof geschrieben und meinte, dass die Betreueung und Arbeit gut gewesen ist. Also bin ich diesbezueglich ganz zuversichtlich.

Sonst habe ich schon ein paar fluechtige Bekanntschaften geknueft, da man als Deutscher unter Indern doch ziemlich auffaellt :-). Langsam macht mir auch das gute indische Essen zu schaffen, aber das wird mein Magen- und Darmtrackt bald akzeptieren. Ein bisschen mehr abwechlung wuerde ich mir langsam wuenschen, aber ich habe die Hoffnung daran schon fast aufgegeben. Zudem war ich auch noch zweimal ausserhalb des Campus auf dem Markt und man gewoehnt sich lansam an die Hektik und die vielen Menschen, die Kuehe, die Autos und all das was so zu Indien gehoert.

Damit ihr ein wenig Einblick in mein Leben bekommt folgensobald wie moeglich ein paar Fotos
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Donnerstag, 15. Mai 2008

Erste Eindruecke vom IIT

Hallo zusammen,

nach dem ich einigen Leuten noch versprochen hatte vor der Abreise etwas zu schreiben, bin ich nun schon vier Tage hier und komme nun endlich dazu ein paar Eindruecke zu schildern.

Am Dienstag morgen bin ich mit etwas Verspaetung gut in Delhi angekommen. Der Flughafen wird gerade erneuert, wie so fast alles was man so in der Stadt wahrnimmt. Nach der etwas chaotischen Passkontrolle habe ich mir ein Taxi zum Institut genommen. Leider konnte der Fahrer mit meiner aufgeschriebenen Adresse nicht all zu viel anfangen, aber nach einigem Fragen und rumkurven bin ich dann wohlbehalten am IIT angekommen. An meinen Hostel habe ich erst mal mit dem DEAN telefoniert, der mich in zwei Stunden dort abholt hat. Als er da war, stellte sich heraus, dass ich in anderes Hostel muss, warum weiss ich auch nicht so genau. Dort habe ich nachdem ich das Geld fuer den laufenden Monat aufs Konto ueberwiesen hatte ein kleines Zimmer bekommen. Einige Bilder werden in kuerze folgen. Den Rest des Tages habe ich mit ein wenig Erkundung des IITs verbracht.

Vorgestern habe ich dann Prof. Tiwari besucht und zu miener Ueberaschung wusste er, dass ich kommen wuerde. Er hat mir Rahul an die Hand gegeben - ein anderer Student am Centre for ennergy studies (CES) - mit dem ich mich ein wenig durch die Indische Buerokratie gekaempft habe. Nach dem wir uns ein paar mal bei allen so erdenklichen Bueros gemeldet hatten, wurden wir auf den gestrigen Tag vertroestet.

Gestern habe ich dann immerhin ein Konto eroeffnet und eine vorlaufige ID fuer den Campus bekommen. Entwickelt sich alles langsam. Aber so schient dass hier insgesamt zu sein und man muss sich daran gewoehnen.

Heute habe ich ein paar weitere Foermlichkeiten erledigt. Eine Bestaetigung vom DEAN fuer die Registierung bei einer Behoerde in Delhi. Am nachmittag hat mir Rahul dann noch den Arbeitsplatz gezeigt an dem ich meine Studienarbeit verfassen werde. In einem kleinen Haus aus Match und Ziegelsteinen, werden einige konzepte zum energiesparenden Bauen entwickelt. Was genau auf mich zukommt, werde ich naechste Woche mit Prof. Tiwari besprechen.

Insgesamt habe ich schon ein paar nette Leute kennen gelernt und mich ein wenig einleben koennen. Innerhalb des Campuses sind die Eindruecke noch ganz ueberschaubar. Ich war gestern noch ein wenig ausserhalb des Campuses. Dort findet man obwohl die Studenten auch schon fuer unsere Verhaeltnisse recht einfach leben eine andere Welt. Leute die in Huetten am Strassenrand leben, direkt an der Mauer zu unserem Campus Kinder und Kuehe, die im Muell nach etwas essbaren wuehlen. Und natuerlich unvorstellbarer Laerm, viel zu viele Autos, dazwischen Fahrrader, Fussgaendger, Busse und jede menge Rikschas.

Ansonsten hat mein Koerper, die ersten vier Tage gut ueberlebt. Heute morgen hatte einige Mueckenstiche aber ansonsten ist alles in Ordung. Das Essen ist auch ganz OK, wenn auch nicht ganz vegan :-) dafuer aber vegetarsich. Mittags und abends gibt es warmes Essen mit Reis, maschmal auch Nudeln oder Kartoffeln. Dazu werden Teigtadchen, diverse Sossen meist auf Basis von Bohnen und Linsen serviert. Einfach, aber meist ganz lecker. Morgens war es bisher noch nicht so ueberzeugend - Toast mit undefinierbarem Aufstrich. Aber daran wird man sich auch gewoehnen.